Gemeinde Gärtringen

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Historisches Gärtringen

Geschichtliches zu Gärtringen

Verfolgen wir den Weg der Geschichtsforscher zurück in die Vergangenheit, dann finden wir historische Erkenntnisse über unseren Heimatraum erst in relativ später Zeit. Die älteste historische Erinnerung an Siedler im Raum Gärtringen sind die Hügelgräber am „Blozmilchbrunnen“ (Hallstattmenschen). Erste Spuren aus der Römerzeit finden sich am „Hardtheimer Brünnele“ (Mauer- und Ziegelreste). Um 260 nach Christus überschritten die Alemannen oder Schwaben den römischen Grenzwall (Limes) und ließen sich hier nieder.

Die alemannischen Siedlungen erhielten ihren Namen nach den Sippenältesten und enden fast alle mit „ingen“. So erhielt unser Heimatort seinen Namen von Alemannen „Gartheri“. Die dem „Gartheri Eigenen“ nannte man „Gartheringer“. Im Jahr 1140 wird die Gemeinde als „Gertringen“ erstmals urkundlich erwähnt. 1382 kamen die Ortshoheit und einiger Besitz in dem ursprünglich pfalzgräfisch-tübingischen Ort mit Herrenberg an Württemberg. In örtlichen Urkunden erscheint der Name unserer Gemeinde 1535 als „Gerttringen“ und schon 1679 als „Gärtringen“.

Luftbild Gärtringen
Luftbild Gärtringen
Fachwerkgebäude der Ortsbücherei
Fachwerkgebäude der Ortsbücherei

Wie in nahezu allen Orten des Oberen Gäus hatte sich auch in Gärtringen ein eigener Ortsadel herausgebildet. Es waren dies vom 12. - 15. Jahrhundet die „Herren von Gaertringen“. Das adlige Gut kam von den Hardern nach einigem Wechsel an Johann Heinrich von Hiller, in dessen Familie es bis heute verblieb. Im 19. Jahrhundert bildeten Ackerbau und Viehzucht die Haupterwerbsquelle der Einwohner, die außerdem noch etwas Weberei und Spinnerei betrieben. Von einer wirtschaftlichen Krise, die um 1850 herrschte, erholte sich das Dorf allmählich wieder und erhielt dann durch den 1879 erfolgten Anschluss an die Bahnlinie von Stuttgart nach Rottweil neuen Auftrieb.  Seit dem 1. Weltkrieg wirkt sich die verkehrsgünstige Lage der Gemeinde im Einzugsbereich der Industriezentren Stuttgart und Böblingen/Sindelfingen aus. Die Folgen des 2. Weltkrieges beschleunigten die Entwicklung zur Arbeiterwohngemeinde. Auch erfolgte jetzt die Ansiedlung von Industrie.