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Gemeinde Gärtringen

Gärtringer Sauberkeitskampagne

Die Gemeinde Gärtringen ruft auf zur Sauberkeitskampagne

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

Die letzten Monate der Pandemie mit meh-reren Lockdowns, haben im gesamten privaten und öffentlichen Leben ihre Spuren hinterlassen. Leider auch auf unseren Straßen, Geh-, Feld- und Waldwegen. Die wilde Vermüllung in unserer Gemeinde mit To-Go-Food-Einwegverpackungen, die vor allem der Pandemie geschuldet sind, hat merklich zugenommen. Die Mülleimer der Gemeinde quellen über. Genauso erschreckend ist die starke Zunahme der Hausmüllentsorgung in Feld und Flur, bzw. in den Mülleimern der Gemeinde Gärtringen.

Ein weiteres unschönes Thema hat sich auf den Feldern der Gärtringer Landwirte zugespitzt. Die wilde Entsorgung von Hundekotbeuteln und das Nicht Entfernen von Hundekot. Auf den Feldern werden Lebensmittel angebaut, die dadurch schwer verunreinigt werden. Deswegen ist es wichtig, Hundebesitzer auf dieses Problem aufmerksam zu machen und aufzuzeigen, welche Folgen ein achtlos weggeworfener Hundekotbeutel eigentlich hat.

Deshalb hat sich die Gemeindeverwaltung der „Gärtringer Sauberkeitskampagne“ angenommen, in der wir auf diese akuten Probleme hinweisen möchten und die Bürgerinnen und Bürger unserer schönen Gemeinde für dieses Thema sensibilisieren wollen.

Gemeinsam mit den Gärtringer „Umweltheld:innen“ möchten wir dies zu einem wichtigen Thema machen und zeigen, dass wilder Müll kein Kavaliersdelikt ist und es sich hierbei um ein wirkliches Problem handelt, das nicht nur unschön aussieht, sondern je nach Unrat auch eine schwere Schädigung unserer unmittelbaren Umwelt bedeutet. Daher lassen Sie uns trotz Pandemie ein Zeichen für eine saubere Gemeinde setzen.

Sie sind gerne eingeladen, aktiv mit anzupacken. Umso wichtiger ist es aber, dass Sie mit ihren Mitmenschen über dieses Thema sprechen. Gerne können Sie diese Broschüre weiterreichen, um so ein wenig mehr auf dieses unschöne Thema zu lenken. Denn Umweltschutz beginnt direkt vor unserer Haustüre.

Herzliche Grüße

Ihr Thomas Riesch, Bürgermeister

Interview mit Michael Huber - Sauberkeitskampagne Gärtringen

Wenn es um den Müll in Gärtringen geht, ist er der Mann für alle Fälle. Michael Huber engagiert sich seit vielen Jahren beim Sammeln und Entsorgen aller Abfälle, die in der Gemeinde Gärtringen anfallen. Neben der täglichen Arbeit gibt es auch immer wieder Kurioses und auffälliges. Hier möchten wir Sie näher mit Herrn Huber bekannt machen.

Michael Huber arbeitet seit 1992 in der Gemeinde Gärtringen. Seit 2005 ist er für alles Zuständig, was sich in der Gemeinde Rund um das Thema Müll dreht.

Was ist Ihre Aufgabe in der Gemeinde Gärtringen?
„Meine Kernaufgaben liegen in der Müllentsorgung. Diese konzentriert sich auf das Leeren von Mülleimern, sowie das Nachfüllen von Hundekotbeutelboxen. Ich entferne wilden Müll, reinige Straßen, Gehwege und Plätze mit meinem Müllsauger, entsorgt Wilden Müll und bin sogar Vertretung der Straßenmeisterei bei den Autbahnzubringern. Hinzu kommt noch die Werstoffentsorgung mit dem „Wertstoffzügle“ und auch das Entfernen von Tierkadavern gehört zu meinen Aufgaben. Zusätzlich kommen noch Sonderaufgaben der Gemeinde unterschiedlichster Art von Entsorgungen und zu guter Letzt natürlich auch das Nachgehen von Meldungen der Gärtringer Mitbürger.“

Wie viele Mülleimer und Hundekotstationen haben Sie zu betreuen?
„Ich betreue 160 Mülleimer und 34 Hundekotstationen.“

Welche Hilfsmittel stehen Ihnen zur Verfügung?
„Mein Pritschenfahrzeug, mit dem ich viel unterwegs bin und natürlich auch der Saugroboter. Zudem fahre ich einmal im Monat mit meinem Wertstoffzügle 6 Sammelstationen in der Gemeinde an.

Wie ist das Müllaufkommen seit der Pandemie im Vergleich zur Zeit davor?
„Was deutlich zugenommen hat, ist der Abfall von To-Go-Verpackungen wie z. B. Pizzaschachteln und Kaffeebecher. Eine weitere Auffälligkeit ist die starke Zunahme von wildem Hausmüll in den öffentlichen Mülleimern. Zudem kommt es leider immer öfter vor, dass volle Hundekotbeutel (zum Teil auch nicht richtig verknotet) auf Feld- und Fußwegen herumliegen.“

Was ist die häufigste Art der Vermüllung?
„Ganz klarer und trauriger Sieger ist hier der Hausmüll.“

Kommt es immer direkt zur Anzeige?
„Wenn man eine Adresse im Müll findet, dann kommt es auch
direkt zur Anzeige bei der Polizei.“

Was war das bisher kurioseste oder die treisteste Müllentsorgung?
„Das Schlimmste war bisher im Hochsommer, ein halber Sack mit Schlachtabfällen, die am Verwesen waren. Nach so vielen Jahren schockt mich nur noch wenig aber das war wirklich sehr ekelhaft.“

Welche Maßnahmen gibt es schon, um den Bürger:innen die Entsorgung von Müll zu vereinfachen?
„Es gibt schon eine sehr hohe Zahl an Mülleimern und es kommen sogar noch welche im Jahr 2021 dazu. Zudem ist jeden Monat das Wertstoffzügle unterwegs. Dieses wird z. B. immer im Mitteilungsblatt angekündigt.“

Was können aufmerksame Bürger:innen tun?
„Am besten ist es, mich direkt auf dem Handy zu kontaktieren und mir den Standort und die Art der Vermüllung durchzugeben. Dann kümmere ich mich gerne darum.“

Wenn Sie eine Vermüllung
oder Beschädigung entdecken, dann melden Sie sich
bitte direkt bei

Michael Huber:

01520 929 0007

http://www.gaertringen.de//verwaltung-politik/rathaus-aktuell